„Meine Stiftung wurde nach zwei Männern benannt, deren Leben zum Ende des 19. Jahrhunderts begann und im 20. Jahrhundert zu Ende ging.

  • Richard Birnbach geb. am 4. Januar 1883
  • Hermann Krome geb. am 27. Mai 1888
Richard Birnbach um 1915 und Herrmann Krome 1930 an seinem Flügel in Potsdam

Beide sind Berliner, deren Jugend von Musik geprägt ist.

Notenblatt „Ich habe den Frühling gesehen“ von Hermann Krome. Erschienen im Musikverlag Richard Birnbach.

Richard Birnbach, sehr bald überzeugt. dass seine Begabung für eine Zukunft als Pianist nicht ausreicht, beginnt eine Lehre im Musikalienhandel beim fast hundertjährigen Musikverlag Challier & Co.

Nach Abschluss der Lehre beginnt für ihn dank seiner nun vielseitigen Kenntnisse im Verlagswesen eine achtjährige Reisetätigkeit im Interesse großer Verlage wie Bote & Bock, Simrock, nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland (z.B. Skandinavien, Schweiz, Österreich, Russland, Ungarn. Belgien, Niederlande, Ungarn und Türkei).

Auf Grund dieser vielseitigen Erfahrungen, nicht nur mit Verlagen, sondern auch mit Musikern und Komponisten, gründete er 1914 einen eigenen Verlag.

„Der erste Ball“. Musikverlag Richard Birnbach. Bearbeitet von Hermann Krome.

Hermann Krome begann schon im Alter von 11 Jahren zu komponieren.

Er absolvierte eine umfassende Musikausbildung. Er wurde 1913 Kapellmeister im Königlichen Potsdamer Schauspielhaus. 1915 wechselte er nach Berlin an das Thalia-Theater.

Als Komponist wurde er in den 1920er Jahren bekannt. Unter dem Pseudonym Fred Ralph war er ein gesuchter Arrangeur.

In diesen Jahren, also etwa 1915 bis 1925 muss die Bekanntschaft, mit der weiteren engen Freundschaft begonnen haben.

Außer den beruflichen Erfolgen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts haben beide die Frau ihres Lebens gefunden. Kinder sind Hermann Krome und seiner Frau Maria versagt. Richard Birnbach freut sich 1934 mit seiner Frau Johanna über seinen Sohn. Er wird auf Richard getauft und wächst mit den eng vertrauten Paten Hermann und Maria Krome in Berlin auf. Hermann Krome stirbt 1955 in Baden-Baden. Richard Birnbach stirbt 1953 in Berlin.

Richard Birnbach jun. muss mit 19 Jahren mündig gesprochen werden, um als Komplementär den Birnbach Verlag und die angeschlossenen Verlage übernehmen zu können. Richard Birnbach jun. führt zunächst in Berlin, dann in Bayern, das väterliche Unternehmen, ebenfalls mit Übernahme anderer Musikverlage, bis zu seinem Tod am 28. März 2011 weiter.“

Richard Birnbach jun. 1990

„Mehr als ein Jahrhundert voller Geschichte ist vorübergegangen. Mit Phantasie, Begabung und Fleiß wurden schwere Zeiten gemeistert. Ich allein bin übriggeblieben und sehe auf ein finanzielles Erbe, das mir nicht gehört. Im Gedenken an Birnbach und Krome soll musikalischen, schöpferischen jungen Menschen erstklassige Ausbildung und Förderung ihrer Begabung ermöglicht werden.“

Gisela Birnbach, 2025

Gisela Birnbach